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Malteser Schule Dortmund

Ausbildung zum Notfallsanitäter

Gesetzesbeschluss des deutschen Bundestages

05.06.2013

Ein Meilenstein für den deutschen Rettungsdienst wurde mit dem Gesetzesbeschluss des deutschen Bundestages im März 2013 gesetzt. Der dreijährige Ausbildungsgang zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter wird ab 01.01.2014 per Bundesgesetz auf den Weg gebracht. Damit entsteht neben den Qualifikationen zum Rettungshelfer, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten, die weiterhin erhalten bleiben, eine neue und vom Qualifikationsstand am höchsten anzusiedelnde, nicht-ärztliche Berufsausbildung im Rettungsdienst.

Auch wenn das Gesetz nun verabschiedet ist, so bestehen nach wie vor noch viele Unklarheiten. Grundsätzlich wird es eine zu anderen Heilberufen, wie z.B. der Krankenpflege, vergleichbare Ausbildung geben, bei der auch die Finanzierung gesichert sein soll, so dass der Auszubildende kein Schulgeld zahlen muss und eine Ausbildungsvergütung erhält. Die Details zur Umsetzung inkl. der Vergütungsstrukturen sind allerdings noch nicht geklärt.

Geklärt ist, dass künftig die staatlich anerkannten Schulen die Gesamtverantwortung für die Ausbildung und die Auszubildenden haben werden und der Einsatz der Auszubildenden sowohl in der Schule, als auch in der Klinik und v.a. auf mit der Schule kooperierenden Rettungswachen vorgesehen ist.

Das Rettungsassistentengesetz bleibt bis zum 31.12.2014 in Kraft und bis zu diesem Zeitpunkt begonnene Ausbildungen können noch zu Ende geführt werden. Dies ist v.a. vor dem Aspekt eine interessante Option, da die in der Regel zweijährige, z.T. unter Anrechnung der Rettungssanitäter-ausbildung deutlich kürzere Rettungsassistentenausbildung, durch eine ca. halbjährige Ergänzungs-ausbildung und –prüfung zum Notfallsanitäter ausgebaut werden kann. Daher werden wir bis Ende 2014 in bewährter Manier die langjährig etablierten Rettungsassistentenausbildungen, sowohl für Berufsanfänger, als auch in verkürzter Form für Rettungssanitäter und Krankenpflegepersonal, anbieten.

Diejenigen, die über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungsassistent(in) verfügen, können über ggf. ergänzende Ausbildungen und die erfolgreiche Teilnahme an einer Ergänzungsprüfung die Erlaubnis zum Führen der neuen Berufsbeziechnung „Notfallsanitäter(in)“ erlangen. Personen, die bei Inkrafttreten des Gesetzes am 01.01.2014 eine mind. fünfjährige Tätigkeit als Rettungsassistenten nachweisen, müssen lediglich die staatliche Ergänzungsprüfung ablegen; Personen, die seit mind. drei Jahren die Berufsbezeichnung Rettungsassistent(in) führen, müssen ergänzend zur Ergänzungsprüfung an einer ca. dreimonatigen (480 Stunden) umfassenden und Personen, die seit weniger als drei Jahren bei Inkrafttreten des Gesetzes die Berufsbezeichnung Rettungsassistent(in) führen, an einer ca. sechsmonatigen (960 Stunden) umfassenden Ergänzungsausbildung und -prüfung teilnehmen. Details zur Umsetzung, Finanzierung und zum Ablauf sowie Inhalt von Ausbildung und Prüfung werden in den nächsten Monaten definiert und sind derzeit noch nicht geklärt.

Wir hoffen Ihnen mit diesen Informationen einen kurzen Überblick über den derzeitigen Stand der Implementierung des neuen Berufsbildes „Notfallsanitäter“ gegeben zu haben.

Gleichsam bitten wir um Verständnis, dass wir weitergehende Fragen aufgrund der noch laufenden Klärungen und Erstellung der zugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen sowie landesrechtlicher Ausführungsbestimmungen noch nicht beantworten können.

Wir empfehlen Ihnen eine regelmäßige Recherche in den digitalen und Printmedien zu dem sich kontinuierlich weiterentwickelnden Sachstand. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir im 2. Halbjahr 2013 weitere Details erfahren werden und dann die Weichen zur Umsetzung ab dem Jahr 2014 stellen.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax Bank  |  IBAN: DE37370601201201216016  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7